Anerkannte Berufsausbildung
Eine anerkannte Berufsausbildung im medizinischen Bereich ist eine abgeschlossene, staatlich geregelte Ausbildung, die im Auswahlverfahren für das Medizinstudium in der ZEQ und der AdH Zusatzpunkte bringen kann.
NC Medizin heißt nicht, dass eine feste Note vorab feststeht. Wie die Auswahlgrenze entsteht, welche Werte aktuell gelten und wie du trotz NC reinkommst.

Wenn du Medizin studieren willst, fällt schnell der Begriff NC. Viele glauben, der NC Medizin sei eine feste Note, die du knacken musst. So funktioniert es aber nicht. Es gibt keinen festen NC, der vorab feststeht. Die Auswahlgrenze ergibt sich erst nach dem Verfahren, wenn alle Bewerbungen sortiert sind. Dieser Artikel erklärt dir, was der NC wirklich ist, welche Werte aktuell gelten und wie du auch mit einem nicht perfekten Abitur einen Studienplatz bekommst.
Das Wichtigste in Kürze
Der Numerus Clausus (NC) ist keine vorab festgelegte Note, sondern die Auswahlgrenze, ab der ein Studiengang voll ist. Beim Medizinstudium übersteigt die Nachfrage das Angebot deutlich, deshalb bekommen nur die obersten Plätze einer Rangliste eine Zulassung.
Der Begriff bedeutet wörtlich „begrenzte Zahl". Eine Universität legt also nicht fest „du brauchst 1,0", sondern sie vergibt ihre Plätze von oben nach unten. Wer als Letzte oder Letzter noch einen Platz erhält, markiert die Grenze. Diese Grenze nennt man auch Auswahlgrenze oder Grenzrang. Beim Medizinstudium gilt das für Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie, die alle über die zentrale Vergabestelle laufen.
Nein. Einen festen NC, den du vor der Bewerbung nachschlagen und sicher knacken kannst, gibt es nicht. Die Auswahlgrenze steht erst fest, wenn das Verfahren gelaufen ist und alle Plätze vergeben sind.
Der Wert hängt jedes Jahr neu davon ab, wie viele Menschen sich bewerben und wie gut ihre Abiturnoten sind. Bewerben sich viele mit 1,0, rutscht die Grenze nach oben. In der Abiturbestenquote liegt der NC für Humanmedizin deshalb meist bei etwa 1,0, je nach Bundesland zwischen 1,0 und 1,2. Was in den Vorjahren tatsächlich die Grenze war, zeigen die konkreten Auswahlgrenzen der einzelnen Unis. Das mathematische Konzept dahinter erklärt der Artikel zum Grenzrang.
Aus den Vorjahreswerten lässt sich eine Tendenz ableiten, eine Garantie sind sie aber nie. Ein Abitur schlechter als rund 1,5 reicht in der Abiturbestenquote ohne Zusatzleistungen kaum für einen Platz. Genau hier kommen die anderen Quoten ins Spiel, in denen das Abitur nicht allein entscheidet.
Nach Abzug der Vorabquoten verteilt die zentrale Vergabestelle die Studienplätze auf drei Hauptquoten. Sie bestimmen, ob allein die Note zählt, ein Test den Ausschlag gibt oder die Universität frei gewichtet.
Zuerst gehen kleine Anteile an die Vorabquoten, etwa Härtefälle, das Zweitstudium, die Landarztquote und die ÖGD-Quote. Die restlichen Plätze laufen über drei Wege:
Wichtig: Die ZEQ ist nicht „nur der Test". Je Universität führt ein anderes Kriterium, manche werten den Test, manche eine abgeschlossene Ausbildung, manche einen Freiwilligendienst. Eine reine Wartezeitquote gibt es nicht mehr. Wartesemester wurden 2020 vollständig abgeschafft und spielen bei der Vergabe heute keine Rolle.
In der Abiturbestenquote liegt der NC für Humanmedizin aktuell meist um 1,0, je nach Bundesland zwischen 1,0 und 1,2. Einen bundesweit einheitlichen Wert gibt es nicht, weil jedes Bundesland eine eigene Rangliste bildet.
Die Note allein erzählt nur die halbe Geschichte. Hinter dem Wert um 1,0 steht ein harter Wettbewerb: WS 2025/26 standen rund 10.281 Humanmedizin-Plätze etwa 31.543 Bewerber:innen gegenüber. Auf jeden Platz kamen also rund drei Bewerbungen. In Zahnmedizin und Tiermedizin liegen die Werte je nach Universität etwas darunter, das Grundprinzip bleibt gleich.
Statt mit einem groben Schnittwert zu rechnen, lohnt ein Blick auf deine konkrete Kombination aus Abischnitt und möglichen Zusatzleistungen. Wie du daraus deine realistische Chance je Universität ableitest, zeigt der Artikel zum NC berechnen fürs Medizinstudium. Eine schnelle Einschätzung je Uni liefert auch der NC-Rechner.
Ein Abischnitt über 1,0 ist kein Ausschluss. Über die Zusätzliche Eignungsquote und das Auswahlverfahren der Hochschulen lässt sich der NC umgehen, weil dort der Testwert, eine Ausbildung oder ein Dienst stärker zählen als die Note allein.
Der wirksamste Hebel ist ein gutes Ergebnis im Test für Medizinische Studiengänge (TMS). In der ZEQ und im AdH zählt er an vielen Universitäten stark und kann einen schwächeren Abischnitt teilweise ausgleichen. Wie du dich darauf vorbereitest, zeigt tmsbuddies. Neben dem Test verbessern auch eine abgeschlossene Berufsausbildung im medizinischen Bereich oder ein Freiwilligendienst dein Profil in einzelnen Quoten.
Wenn die Note für die deutschen Quoten dauerhaft nicht reicht, gibt es planbare Alternativen:
Welcher Weg zu dir passt, hängt von deinem Profil und deiner Geduld ab. Wichtig ist, früh zu prüfen, welche Universitäten welche Kriterien gewichten, damit du deine Bewerbung gezielt aufbaust.
Nein. Einen festen NC, den du vorab knacken kannst, gibt es nicht. Die Auswahlgrenze ergibt sich erst nach dem Verfahren, wenn alle Plätze vergeben sind. Vorjahreswerte zeigen nur eine Tendenz.
In der Abiturbestenquote liegt der NC für Humanmedizin meist um 1,0, je nach Bundesland zwischen 1,0 und 1,2. Einen bundesweit einheitlichen Wert gibt es nicht, weil jedes Bundesland eine eigene Rangliste bildet.
Ja, aber nicht allein über die Note. In der Abiturbestenquote reicht ein Abitur schlechter als rund 1,5 ohne Zusatzleistungen kaum. Über die Zusätzliche Eignungsquote und das Auswahlverfahren der Hochschulen zählen ein guter Testwert, eine Ausbildung oder ein Dienst zusätzlich.
Nein. Die Wartezeitquote wurde 2020 abgeschafft. Gesammelte Wartesemester verbessern die Zulassungschancen heute nicht mehr.
Über die Zusätzliche Eignungsquote und das Auswahlverfahren der Hochschulen, in denen ein guter Test, eine Ausbildung oder ein Dienst zählt. Daneben gibt es private Hochschulen in Deutschland und das Medizinstudium im EU-Ausland als gleichwertige Wege.